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Wissenswertes über Räuchergefäße, Räucherschalen, Weihrauchschwenker, Räucherstövchen und einiges mehr...

...und was man beachten sollte, wenn man sich ein Räuchergefäß kaufen möchte

Weihrauchbrenner

Die Wunderwelt der Weihrauchbrenner

Bereits alte Hochkulturen nutzten das Räuchern für Opfergaben an ihre Götter. Der Wohlgeruch und die heilsame Wirkung des Räucherwerks machen das Räuchern bis in die heutige Zeit beliebt. Dabei gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten zu räuchern. Von klassischen Räucherstäbchen, die in Räucherstäbchenhalter gesteckt werden, bis hin zu den unterschiedlichsten Räuchergefäßen ist alles möglich. Neben Weihrauch werden auch heilende und duftende Kräuter verräuchert. Im Zeitalter der Technik muss noch nicht einmal klassisch in einer Schale geräuchert werden, sondern es gibt auch elektrische Weihrauchbrenner und sogar Modelle mit USB Anschluss. Ob man nun der Esoterik zugeneigt ist, oder alte Traditionen pflegen möchte, es gibt jedenfalls für jeden Haushalt und jeden Anlass eine passende Art zu räuchern. Die Räuchergefäße sind dabei von schlicht bis reich verziert erhältlich, sodass auch der Einrichtungsstil immer berücksichtigt werden kann.

Anwendung Weihrauchbrenner

Der klassische Weihrauchbrenner - Anwendung

Ein echter Klassiker ist der normale Weihrauchbrenner, bei dem der Weihrauch einfach in einer Schale mit etwas Räuchersand verräuchert wird. Dazu wird Räucherkohle auf dem Sand entzündet und nachdem die Kohle durchgeglüht ist, darf der Weihrauch seinen Wohlgeruch verbreiten. Diese Schalen gibt es aus Speckstein oder Messing, mit und ohne Sieb und Deckel. Diese Weihrauchbrenner sind für einen festen Standort gedacht, da sich die meisten Materialien durch das Räuchern erwärmen.

Unterschiede Weihrauchbrenner

Weihrauchbrenner – die Unterschiede

Für die Hausräucherung gibt es allerdings auch viele Modelle, die getragen werden können. Vom Räucherkelch bis hin zum Weihrauchschwenker herrscht eine große Auswahl. Wer den Weihrauch gerne ohne viel Qualm ganz sanft verräuchern möchte, kann übrigens einen Weihrauchbrenner nutzen, bei dem ein Teelicht als Wärmequelle dient. Hierbei wird der Weihrauch in der darüberliegenden Schale erwärmt, ohne direkt mit glühender Kohle in Kontakt zu kommen. In solchen Weihrauchbrennern können auch empfindliche Kräuter verräuchert werden, die auf Räucherkohle innerhalb von Sekunden verglühen. Verstellbare Weihrauchbrenner ermöglichen es, die passende Entfernung zur Kerzenflamme variabel einzustellen. In Weihrauchbrennern, die als oberes Gefäß eine kleine Schale haben, können zudem auch Aromaöle und ätherische Öle verdampft werden. Auch sogenannte Duftmelts, also parfümierte Wachse, eignen sich für diese Art von Weihrauchbrennern.

Speckstein – hervorragendes Material für Räuchergefäße

Die Schnitzereien können in Form von offenen Ornamenten gewählt werden. Dann dienen die Löcher zugleich auch der Belüftung des Stövchens. Andere Handwerker setzen darauf, nur Muster in die Oberfläche zu bringen. Beide Varianten haben ihren ganz eigenen Reiz. Räucherstövchen aus Speckstein gibt es mit einem abnehmbaren Edelstahlsieb oder auch mit einer Räucherschale. Oftmals sind diese Stövchen auch in einem Stück gearbeitet. Es empfiehlt sich, Räucherstövchen aus Speckstein nur bei renommierten Händlern zu kaufen. Denn es kommt immer wieder vor, dass Speckstein Asbestfasern enthält. Allerdings ist der Asbest nur dann gesundheitsschädlich, wenn der Speckstein bearbeitet wird. Trotzdem ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass bei der Herstellung auf die Gesundheit des Handwerkers geachtet wird.

Welchen Vorteil haben elektrische Weihrauchbrenner?

Die Idee der elektrischen Weihrauchbrenner ist gar nicht so neu, wie man vermuten dürfte. Schon in den 1960er Jahren waren elektrische Weihrauchbrenner beliebt. Allerdings gab es damals noch keine „Timer“, so dass die Weihrauchbrenner stets beaufsichtigt werden mussten. Mittlerweile gibt es elektrische Weihrauchbrenner, die sich zeitlich gut steuern lassen. Die Weihrauchbrenner heißen oftmals im Handel auch Sandelholzofen, Aromatherapieofen oder ätherischer Ölofen. Die meisten dieser Weihrauchbrenner sind aus Keramik gefertigt. Ein eingebautes Thermostat beheizt – hier anstelle von einem Teelicht - das Räuchergut. Es wird kein Zubehör wie Sand oder Teelichter benötigt. Diese Räuchergefäße sind für jedes Räucherwerk geeignet und sorgen für stimmungsvollen Räuchergenuss ganz ohne Rauch und Feuerquelle. Sogar für das Auto gibt es heutzutage elektrische Weihrauchbrenner, die einfach an den Zigarettenanzünder angeschlossen werden. Dies dient nur der Erwähnung. Eine Empfehlung für die derartige Verwendung eines elektrischen Weihrauchbrenners ist dies nicht, ganz im Gegenteil, ist davon im Zweifel eher abzuraten.

Orientalische Weihrauchbrenner (Oman)

Die orientalischen Weihrauchbrenner

Besonders opulent wirken orientalische Weihrauchbrenner. Diese sind aus Metall gefertigt und geben wunderschöne Zierstücke ab. Neben ihrer Räucherfunktion sind sie also auch hübsch anzusehen und eignen sich für stimmungsvolle Dekorationen.

Weihrauch & Weihrauchgefäße

Hintergrundwissen zu Weihrauch

Je nach Region und Kultur unterscheiden sich die Gründe für das Räuchern mit Weihrauch. Doch wer bei Weihrauch nur an den Geruch in Kirchen bei hohen Festtagen denkt, wird angenehm überrascht sein. Das Harz des Weihrauchbaumes ist eigentlich der Wundsaft, der austritt, wenn man die kleinen und eher unscheinbaren Bäume anritzt. Die erste Ernte ist dabei eher minderwertig. Je länger der Saft austritt, desto heller und wohlriechender wird er. Ein einziger Weihrauchbaum kann bis zu 10 Kilo Harz im Jahr liefern. Allerdings sind die Kulturen der Bäume mittlerweile stark bedroht, da Schädlinge und übermäßige Ernten den Bestand schädigen. Ein zu stark beanspruchter Baum produziert kaum noch keimfähige Samen, sodass die Vermehrung nicht mehr auf natürlichem Wege zustande kommt.

Weihrauch – ein kostbares Gut

Das kostbare Harz zog ungefähr im vierten Jahrhundert mehr und mehr in das Christentum ein. Seither wird Weihrauch in Räucherpfannen und Weihrauchbrennern verräuchert. Dabei symbolisiert der Rauch vor allem Reinigung und Verehrung. Orthodoxe Kirchen hingegen verwenden kaum Weihrauch, sondern räuchern mit Benzoeharz. Hierbei handelt es sich um das Harz der südostasiatischen Styraxbaum-Arten. Viele Menschen finden diesen Geruch sogar angenehmer als den Geruch von Weihrauch. Natürlich lässt sich auch dieses Harz im Weihrauchbrenner verräuchern.

Weihrauchbrenner sind schonender

Beim Verräuchern entsteht eine Menge Feinstaub und einige Menschen reagieren auf den Qualm auch mit gereizten Atemwegen. Wer darauf verzichten will, sollte immer einen Weihrauchbrenner nutzen, bei dem das Harz nicht direkt mit der glühenden Räucherkohle in Kontakt kommt. Elektrische Weihrauchbrenner und die Modelle, die mit einem Teelicht betrieben werden, sind hierfür besser geeignet. Auch Weihrauchöl ist eine Alternative, welches dann in einem Aromaölofen verdampft werden kann. Wer sich einen Weihrauchbrenner kaufen möchte, sollte also vorher darüber nachdenken, welche Variante für ihn passend ist.

Weihrauch und Brauchtum

Weihrauch ist aus der menschlichen Geschichte nicht mehr wegzudenken. Es lässt sich nicht mehr genau ermitteln, wann Weihrauch gezielt von Menschen verbrannt wurde. Man geht aber davon aus, dass dies schon in der Steinzeit der Fall war. Vom Orient über den Buddhismus bis hin zum Christentum verbreitete sich das Räuchern mit dem kostbaren Harz. In ländlichen Regionen wird dieses Brauchtum bis heute aktiv gelebt. Vor allem am Vorabend des Dreikönigstages ist das Hausräuchern sehr beliebt. Böses soll aus dem Haus und dem Hof getrieben werden. Sogar die Ställe werden mit dem Weihrauchschwenker gereinigt. Je nach Tradition wird diese Räucherung auch an Heiligabend und Silvester vorgenommen. Dabei war es früher sehr wichtig, dass der Haushalt komplett anwesend war. Es wurde als schlechtes Omen gewertet, wenn ein Familienmitglied beim traditionellen Räuchern fehlte. Neben dem Weihrauchbrenner darf oftmals auch das Fass mit Weihwasser nicht fehlen. Mit einem Zweig werden die Räume dann mit Weihwasser besprengt. Sogar Speisen werden mit dem reinigenden Rauch in Kontakt gebracht. Überlieferte Gebete gehören ebenfalls zu diesem Ritual des Räucherns.

Nutzung Weihrauchbrenner

Weihrauchbrenner richtig nutzen

Wer noch nie geräuchert hat, sollte sich mit der Handhabung eines Weihrauchbrenners erst einmal vertraut machen. Je nach Modell wird immer ein wenig anders geräuchert. Im Prinzip haben Sie die Möglichkeit zwischen dem Räuchern auf Räucherkohle, dem Räuchern über einer Kerzenflamme und elektrischem Räuchern. Die ursprüngliche Variante funktioniert auf Räucherkohle. Hierbei ist zu beachten, dass die Weihrauchbrenner recht heiß werden können. Materialien wie Messing nehmen die Hitze natürlich besonders gut auf. Etwas weniger heiß werden Speckstein oder Stein. Wer einen Haushalt mit kleinen Kindern oder Haustieren hat, sollte vielleicht auf diese Gefahrenquelle verzichten oder aber den Weihrauchbrenner so aufstellen, dass er unerreichbar für unbefugte Zugriffe ist. Das Gefäß muss immer mit ausreichend Räuchersand befüllt werden, damit die glühende Kohle nicht in direkten Kontakt mit dem Material des Weihrauchbrenners kommt. Wird ein Weihrauchbrenner mit einem Edelstahlsieb genutzt, sollten Sie nie vergessen, das Sieb regelmäßig zu reinigen, da ansonsten die Luftzirkulation nicht mehr richtig funktioniert. Mit einer feinen Drahtbürste funktioniert die Reinigung ganz hervorragend. Glatte Schalen, die über einer Kerzenflamme zum Räuchern genutzt werden, lassen sich meist abnehmen und einfach auswaschen.

Tipps Weihrauchbrenner

Tipps zum Räuchern mit dem Weihrauchbrenner

Wer mit Räucherkohle räuchert, braucht etwas Geduld. Nur, wenn die Kohle gut durchgeglüht ist, funktioniert das Räuchern richtig. Die Kohle muss eine weiße Schicht haben, denn sonst ist sie zu heiß. Wenn etwas empfindlicheres Räuchergut verräuchert werden soll, kann man eine dünne Schicht Sand auf die glühende Kohle geben. Dadurch wird die Hitze etwas abgemildert. Wenn nur kurz geräuchert werden soll, kann ein Kohletab auch in der Mitte durchgebrochen werden. Soll der Räuchervorgang hingegen länger dauern, können Sie unter die glühende Kohletablette eine weitere legen. Diese entzündet sich dann von allein und ersetzt später die obere Kohle. Bitte immer eine Kohlezange benutzen, damit es nicht zu Verbrennungen kommt. Diese Kohlezangen gibt es im Räucherzubehör. Wer es einfacher mag, verwendet einen Weihrauchbrenner mit Teelicht oder ein elektrisches Modell.

Räuchergut / Räucherwerk

Anwendung von Räuchergut / Räucherwerk

Übrigens sollte Räuchergut immer von der Kohle oder aus der Räucherschale entfernt werden, wenn es anfängt, unangenehm zu riechen. Lieber etwas frisches Räucherwerk nachlegen. Den richtigen Zeitpunkt zum Räuchern gibt es übrigens nicht. Räuchern kann man immer dann, wenn man es möchte. Natürlich gibt es Traditionen, an denen der Weihrauchbrenner unbedingt zum Einsatz kommen soll, aber ansonsten gibt es keine Regeln.

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