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Wissenswertes über Räuchergefäße, Räucherschalen, Weihrauchschwenker, Räucherstövchen und einiges mehr...

...und was man beachten sollte, wenn man sich ein Räuchergefäß kaufen möchte

Hintergründe zur Räucherpfanne

Räuchern mit der Räucherpfanne

Die Räucherpfanne gehört wohl mit zu den ältesten Weihrauchbrennern. Eigentlich ist eine Räucherpfanne nichts anderes als ein schalenförmiges Räuchergefäß mit einem Stiel. Dadurch kann die Räucherpfanne auch zum Räuchern an verschiedenen Standorten genutzt werden. Oftmals ist der Stiel aus Holz oder einem anderen hitzeunempfindlichen Material, damit man die Räucherpfanne durch die ganze Wohnung, oder gar durch Haus und Hof tragen kann während des Räuchervorgangs.

Unterschiede

Räucherpfanne vs. Weihrauchpfanne

Einige Weihrauchpfannen, wie die Räucherpfanne auch genannt wird, haben zusätzlich noch einen Deckel. Dadurch ist die Räucherkohle vor starker Zugluft geschützt. Der Deckel verfügt über einige Belüftungslöcher, durch die zugleich auch der Rauch abziehen kann. Meist ist der besagte Deckel mit einem Klappscharnier fest an der Pfanne befestigt. All das macht die Weihrauchpfanne zu einem beliebten Gerät für die Hausreinigung, die oftmals in den Raunächten vorgenommen wird. Ursprünglich stammt die Räucherpfanne vermutlich aus dem Nahen Osten, wie Ausgrabungen aus dem Altertum belegen.

Geschichte der Räucherpfanne

In der christlichen Geschichte wurden Räucherpfannen schon früh genutzt. Man nahm glühende Kohle vom Altarbecken und konnte so daheim mit etwas Weihrauch räuchern. Schon im Buch Numeri wurden Räucherpfannen erwähnt. Diese wurden verwendet, um den Menschen die Möglichkeit zu geben Ihrem Gott ein Rauchopfer darbringen zu können. Sehr oft kommen Weihrauchpfannen zur Reinigung und zu Segnungen zum Einsatz.

Frühere Verwendung von Räucherpfannen und Weihrauchpfannen

Zu Zeiten der Pest, aber auch bei anderen Seuchen, wurde versucht das Böse mit Räucherpfannen zu vertreiben. Die vergiftete Luft sollte durch den Rauch und spezielle Kräuter wieder rein werden. Damals waren vor allem Räucherpfannen im Einsatz, die ähnlich wie Verneblungstöpfe gestaltet waren. Die Deckel waren mit sehr vielen kleinen Löchern übersät und der Korpus sehr schlicht. Auch heute noch ist die Räucherpfanne sehr beliebt. Es werden Räume, Gegenstände und Menschen gesegnet und dem Glauben nach gereinigt.

Geschichtliche Hintergründe

In Südarabien gab es zahlreiche Funde, die belegen, wie stark Weihrauch in den Alltag eingebunden war. Neben speziellen Räucherkästchen zur Aufbewahrung des Harzes wurden ebenso diverse Räucherpfannen und Räucheraltäre gefunden. Anfänglich gab es hohe Ausfuhrzölle auf Weihrauch, die dann als Opfer im Tempel dargebracht wurden. Heute ist Weihrauch zum Glück erschwinglich geworden, wobei die Qualität stark schwanken kann. Grundsätzlich gilt, je heller und klarer das Harz ist, desto höher die Qualität.

Anwendung der Räucherpfanne

Anwendung - was braucht man zum Räuchern mit der Räucherpfanne?

Das klassische Räucherzubehör wird auch für die Weihrauchpfanne benötigt. Das bedeutet, dass man Räuchersand, Räucherkohle-Tabletten, eine Kohlezange, Räuchergut (wie beispielsweise Weihrauch oder Räuchermischungen) und kleine Löffelchen benötigt. Die Räucherpfanne wird dann mit etwas Räuchersand gefüllt. Der Boden sollte gut bedeckt sein. Falls ein Kohlehalter eingelassen ist, darf dieser ausgespart werden. Mithilfe der Kohlezange wird die Räucherkohle entzündet. Sie muss kurz durchglühen und wird dann in den Kohlehalter eingelegt. Falls kein Kohlehalter vorhanden ist, einfach die Kohletablette in der Mitte der Schale platzieren. Der etwas erhöhte Rand der Räucherkohletablette muss dabei nach oben zeigen. Nun kann das Räuchergut auf die Kohle gelegt werden. Mit einem kleinen Löffel gelingt dies ohne das Risiko, sich zu verbrennen.

Räucherpfanne & Weihrauch

Räuchern von Weihrauch

Harze wie Weihrauch können direkt auf die Kohletablette gelegt werden. Dazu ist die kleine Vertiefung in der Mitte der Kohletabletten gedacht. Bei empfindlichen Kräutern empfiehlt es sich, diese Vertiefung mit etwas Räuchersand zu bestreuen, um die Hitze abzumildern. So können die feinen Kräuter die ätherischen Öle besser freigeben. Nun kann der optionale Deckel geschlossen werden. Die Weihrauchpfanne kann nun entweder an einem festen Standort zum Räuchern genutzt oder am Stiel durch die Räume getragen werden. Auch ganze Plätze lassen sich mit der Räucherpfanne ausräuchern. Bei negativen Energien ist dies ein Vorgang, der ideal zur Reinigung ist. Beim Umhergehen kann die Pfanne leicht geschwenkt werden, um die Kohle zu entfachen und den Rauch besser zu verteilen.

Optik

Die Optik von Weihrauchpfannen

Die meisten Räucherpfannen sehen etwas rustikal aus. Sehr gerne wird geschwärztes Metall mit einem Holzgriff kombiniert. Diese ursprüngliche Variante der Räucherpfannen ist sehr beliebt. Bereits seit Jahrtausenden nutzen Menschen diese Art der Weihrauchpfannen. Diese Räuchergefäße haben meist wenig oder gar keine Verzierungen und sind sehr schlicht gehalten.

Räucherpfannen - von schlicht bis opulent

Wer es optisch etwas ansprechender mag, findet aber auch schöne Modelle in Gold und Silber. Hier werden dann gerne fein ziselierte Muster verwendet, wie man sie auch vom Weihrauchschwenker kennt. Sowohl das Unterteil als auch der Deckel können dann mit feinen Ornamenten bedeckt sein. Je nach Herkunftsland sind die Muster dann entweder orientalisch oder im barocken und gotischen Stil gehalten. Bei christlichen Räucherpfannen wird auch gerne der Deckelknauf in Form eines Kreuzes verwendet. Die Belüftungslöcher sind traditionell wieder häufig in Sternform gehalten. Die Holzgriffe können dabei von der Optik her sehr variieren. Von einfachem hellen oder dunklem Hartholz bis hin zu wunderschön marmorierten Holzsorten findet alles Verwendung. Messing wird sehr gerne vernickelt, damit die Räucherpfanne lange ihr Aussehen behält.

Reinigung einer Räucherpfanne

Jedes Räuchergefäß wird durch das Räuchern verschmutzt. Rußpartikel und Ablagerungen des Räuchergutes setzen sich überall fest. Damit die Belüftungslöcher im Deckel nicht verstopfen, sollten Pfanne und Deckel also regelmäßig gereinigt werden. Der Räuchersand und Aschereste werden dabei in einem feuerfesten Müllbehälter gegeben. Danach kann die Schale grob ausgebürstet werden. Danach sollte ein weiches Tuch mit Spiritus oder Reinigungsbenzin zum Nachreiben verwendet werden. Mit dem Spiritus lassen sich auch hartnäckige Teerablagerungen einweichen und entfernen. Danach sollte die Räucherpfanne gut trocknen und ist dann wieder bereit für den nächsten Einsatz.

Tipps zur Räucherpfanne

Man kann in einer Räucherpfanne (Weihrauchpfanne) nicht nur loses Harz, Hölzer oder Kräuter verräuchern. Viele Modelle sind hoch genug, um Räucherkegel zu verwenden. Für den alltäglichen Räuchergenuss ist dies eine schnelle und einfache Alternative. Wenn es nicht um spirituelles Räuchern geht, empfehlen sich auch aromatisierte Weihrauchsorten. Diese sind mit ätherischen Ölen von Blüten oder Früchten getränkt und verbreiten sehr angenehme Gerüche. Wenn mit Räucherkohle gearbeitet wird, sind Kohletabletten mit Schnellzünder sehr praktisch. Ansonsten muss neben der Räucherkohle immer ein extra Anzünder genutzt werden, damit die Kohle gut durchglüht. Wenn während des Räucherns neues Räuchergut nachgelegt wird, bitte immer die Reste vorher entfernen. Viele Harze und Kräuter riechen nach zu langer Auflagedauer brenzlig und schmälern das Räuchererlebnis.

Kostbarer Weihrauch zum Räuchern

In der Antike galten Harze wie Weihrauch als sehr kostbar. Kein Wunder, schließlich stammen sie aus den trockenen Regionen wie dem Oman, Eritrea oder dem Sudan. Dort war das Harz des Weihrauchbaumes schon lange ein beliebtes Mittel zum Räuchern, während in Europa eher Kräuter und Hölzer verräuchert wurden.

Tradition

Die Tradition des Räucherns im deutschsprachigen Raum

Vor allem im Alpenbereich und in ländlichen Regionen wird das Räuchern mit der Räucherpfanne bis heute aktiv betrieben. Früher wurden sich gruselige Geschichten über Geister, die wilde Jagd und die Holle erzählt. Dieser Geisterzug soll vor allem in den Raunächten unterwegs sein. Hier vermischen sich heidnische und christliche Bräuche. Die Wintersonnenwende ist meist der erste Zeitpunkt, an dem geräuchert wird. Auch am Heiligen Abend, an Silvester und am Vorabend des Dreikönigstages wird traditionell viel geräuchert. Mit dem Räuchern sollen die Geister milde gestimmt werden. Die Räucherpfanne wird dabei durch Haus und Hof getragen, um Mensch und Vieh zu segnen. Oftmals wurde die Weihrauchpfanne auch durch eine einfache Eisenschaufel ersetzt, auf der die glühende Kohle umhergetragen wurde.

Auch ein Kessel mit Weihwasser ist häufig fester Bestandteil des Räucher-Rituals. Mit einem kleinen Zweig wird das Weihwasser versprengt, um das Böse zu vertreiben. Die Holle, die anders als im Märchen der Gebrüder Grimm, keine gütige Frau sein soll, wird vielerorts auch Frau Perchta genannt. Auf sie gehen auch die so genannten Perchtenläufe zurück, die vielerorts in den Raunächten stattfinden. Frau Perchta hat es vor allem auf böse Kinder abgesehen und allerlei Schauergeschichten ranken sich um sie. Hier soll das Räuchern mittels Weihrauchpfannen oder Räucherpfannen helfen diese bösen Zeitgenossen von Ihrem unguten Tun abzuhalten.

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